Dienstag, 1. September 2015

Back to rainforest🌲

Den Nachmittag haben wir letzten Dienstag mit einem großen Spaziergang im Regenwald - welcher problemlos zu Fuß erreichbar ist - verbracht.
Gemeinsam mit Chris aus Wien und zwei Einheimische, Ewans und Innocent, liefen wir entlang des Waldrandes durch die Feldlandschaft,denn wir mussten weit genug vom offiziellen Eingangstor weg sein um unbeachtet in den Wald zu gehen, damit wir nicht die stark überteuerten Eintrittsgebühren von 2€ für Einheimische und 6€ für Ausländer bezahlen müssen.
Während wir also zunächst durch die Felder und Buschwiesen gingen, lief uns zwischendurch eine kleine Gruppe mit Jungs hinterher. Als wir mal durch einen Viehweidezaun schlüpfen mussten, sagten diese zu uns, sie haben Wächter uns verfolgen sehen. Innocent, welcher sich hier im Regenwald bestens auskennt, hat nur ein bisschen gelacht, konnte es sich kaum vorstellen, aber wir liefern  dennoch zu Sicherheit einen Bogen, damit sie uns nicht weiter verfolgen können.
Nach einem Weg entlang an Lehmhütten und Maisfelden liefen wir über ein großes Teefeld um dann in den Regenwald zu gehen. Als wir nur noch ca. 200m davon entfernt waren, entdeckte Innocent 3 Wachen am Waldrand entlang laufen. Wir hielten inne und setzen uns hin, damit sie uns nicht entdecken.
Als sie vorbei waren konnten wir dann endlich rein. Und plötzlich bist du mitten im Regenwald. Einzigartige äffchen (Wikilink) springen von Baum zu Baum, Pflanzen die wir nur aus dem Topf kennen wachsen hier massenweise und wir pflückten Guaven und aßen sie.
Gegen Ende sind wir einen langen geraden weg entlang gelaufen. Gelaufen und gelaufen. Und dann kamen drei Wächter vorne um die Ecke gebogen und liefen direkt auf uns zu. Wären wir alle einheimische gewesen, hätte es vermutlich kein Problem gegeben. Doch da wir durch die andere Hautfarbe klar als Ausländer auffallen, hielten sie uns an und fragten, ob wir die Eintrittsgebühren gezahlt hätten. Wir natürlich ganz unschuldig, fragten was wir jetzt machen sollen, da wir nicht bezahlt haben. Die 3 Wächter schauen sich etwas ratlos an bis der eine meint er rufe mal seinen Chef an, was der dazu meint. Die anderen haben ihn davon aber abgeraten. Ein Anderer schlug vor, soe bringen uns zum Wachhaus und wir bezahlen da plus Strafe. Aber auch davon wurde diesem von den anderen abgeraten. Also diskutierten sie weiter, natürlich auf Kiswahili, wir  haben also kein Wort verstanden. Nach einem ausgiebigen Gespräch - wir warteten bereits eine viertel Stunde - ließen sie durch Innocent verlauten, wir sollten ihnen einfach 3000 Schilling, also ca. 30€ geben und wir sollten versprechen, dass wir nächstes mal bezahlen.
Leider bzw. eher zum Glück hatten wir gar nicht so viel Geld. Wir zählten all unser Geld zusammen und kamen auf 1300 Schilling. Innocent begann darauf hin mit ihnen eine weitere Gesprächsrunde, dass wir nicht mehr Geld haben, dass es uns sehr leid tut und das ihm als einheimischer natürlich klar ist, das die Kenianer "proud of our visitors" sind und diese auf jeden Fall beschützt werden müssen. Das Gespräch ging dann nochmal einige Minuten, bis sie dann beschlossen, das ihnen das Geld auch genügt.
Also gaben wir ihnen die 1300 Schilling gegeben und wir konnten nach fast einer halben Stunde weiter gehen.
Wären wir offiziell zum Eingang rein gegangen hätten wir zu fünft 2200 Schilling gezahlt, so haben wir uns 900 Schilling also 9€ gespart.
So haben wir bei einem eigentlich ruhigen Spaziergang doch wieder eine typisch afrikanische Erfahrung gewonnen.





Liebe Grüße
Tim

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